Modernes Bauen: Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nicht vergessen!

Mit dem Nachweis zur Einhaltung der EnEV 2009 ist nicht unbedingt auch die Einhaltung des Mindestwärmeschutzes gegeben. Bei Neubauten wird durch die energetisch besseren Außenbauteile die Gefahr der Unterschreitung von Taupunkttemperaturen sicher deutlich minimiert, aber auch bei Neubauten können immer noch Wärmebrücken vorhanden sein…

Diese Wärmebrücken könne zu Feuchteausfall oder Schimmelpilzwachstum an den Bauteiloberflächen führen. Bei Änderungen an bestehenden Gebäuden können die geänderten oder bestehenden Bauteile wärmetechnisch nicht optimal realisiert werden. So bestehen oftmals weiterhin Wärmebrücken. Gerade diese Wärmebrücken in Kombination mit energetisch nicht optimalen Bauteilqualitäten führen häufig zu Schimmelpilzwachstum an modernisierten Gebäuden.

Die Einhaltung des Mindestwärmeschutzes ist in DIN 4108-2 : 2003-07 „Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz“ geregelt.

Was fordert die DIN 4108-2 : 2003-07?

Ecken von homogenen Außenbauteilen (flächenbezogene Bauteilmasse > 100 kg/m2), die im Aufbau der Tabelle 3 entsprechen, sind nicht gesondert nachzuweisen. Dabei werden für Bauteile nach DIN 4108-2 Tabelle 3 gewisse Mindestwerte für die Wärmedurchlasswiderstände gefordert. Werden diese Werte eingehalten sind keine weiteren Nachweise zur Schimmelpilzfreiheit erforderlich. Handelt es sich um nichthomogene Rasterbauteile sind diese jedoch nachzuweisen.

Konstruktionen nach DIN 4108 Beiblatt 2 entsprechen ebenso dem Mindestwärmeschutz und sind ebenfalls vom Nachweis befreit.

Die DIN 4108-2 Tabelle 3 fordert bspw. für die Bauteilschichten einer Außenwand einen Mindestwärmedurchlasswiderstand von „R = 1,2 m2K/W“. Um den Wärmedurchgangswiderstand „RT“ zu ermitteln, sind noch die Wärmeübergangswiderstände zu berücksichtigen. Erst aus dem Wärmedurchgangswiderstand kann der U-Wert ermittelt werden. Der Wärmedurchlasswiderstand und der Wärmedurchgangswiderstand der Bauteile sind nach DIN EN ISO 6946 : 2003-10 zu bestimmen.

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Quelle: FORUM Verlag Herkert GmbH

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