An Spielplätzen wird gespart

Eine Umfrage des Bundesverbandes für Freiraumgestaltung ( BFG ) ergab, dass in diesem Jahr drastisch an Mitteln für den Erhalt von Spielplätzen gespart wird. Dies wirkt sich nicht nur auf die Qualität aus, sondern auch auf die Sicherheit der Kinder.

Dadurch, dass knapp ein Drittel der befragten Kommunen kein Geld zur Erneuerung von Spielgeräten oder der Neugestaltung von Spielplätzen bereitstellt, werden immer mehr Spielplätze abgebaut, da Spielgeräte nicht mehr repariert werden können. Da Kinder sich auf den heruntergekommenen Spielplätzen nicht wohl fühlen verlieren diese ihre Anziehungskraft als Treffpunkt.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage der BFG zeigt, dass in größeren Städten deutlich weniger Spielplätze pro Einwohner zur Verfügung stehen als in kleineren Gemeinden. So stehen bei einer Einwohnerzahl von 20.000 Menschen durchschnittlich 1,8 Spielplätze pro 1000 zur Verfügung, bei einer Einwohnerzahl von über 500.000 Menschen durchschnittlich nur noch ein halber Spielplatz. Selbst wenn man bedenkt, dass in Städten die Kinderdichte geringer ist als auf dem Land, dürften damit pro Kind weniger Spielplätze in den Städten vorhanden sein.

Dennoch es gibt auch Städte, die viel Wert auf ihre Spielplätze legen. Beispiele dafür sind Wiesbaden und Moers, wo aufgrund politischer Vorgaben die Spielräume rundum erneuert wurden. Eine Möglichkeit, um die Situation der Spielplätze zu verbessern, ist die Finanzierung über Spenden von Unternehmen oder die Kooperation mit Bürgern als Spielplatzpaten.

Leider steht aber das Thema Spielplatz nicht weit oben bei den Prioritäten der Kommunen, obwohl es ein entscheidender Faktor für die Entwicklung der Kinder ist. Nur wenn es von politischer Seite ernster genommen wird, und dem Thema mit Gesetzen und Förderungen Nachdruck verliehen wird, ist eine Besserung der Situation zu erwarten. Ein positives Beispiel hierfür ist Vorarlberg in Österreich, wo im letzten Jahr ein Spielraumgesetz und Förderungen für den Spielplatzausbau beschlossen wurden.

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