Neue Mitarbeiter integrieren – praktischer Leitfaden (1)

Team„Neue Besen kehren gut“ – sagt ein bekanntes Sprichwort. Dennoch gehört zur erfolgreichen Eingliederung eines neuen Mitarbeiters mehr als der obligatorische Umtrunk. Es ist die Summe vieler Kleinigkeiten, die ein reibungsloses Zusammenwachsen eines Teams ermöglicht. Wenn Sie auf die folgenden Gesichtspunkte achten, wird es Ihnen und der bzw. dem „Neuen“ gut gelingen. 

Maßnahmen vor dem Arbeitsbeginn

Aufbau von realistischen Erwartungen: Vermitteln Sie dem Bewerber schon während des Auswahlverfahrens sowohl positive als auch negative Aspekte. So vermeiden Sie einen „Realitätsschock“ auf beiden Seiten und beugen Enttäuschungen und negativen Überraschungen vor.

Betreuung: Stellen Sie dem künftigen Mitarbeiter möglichst viele Informationen zur Verfügung – lassen Sie ihn z.B. den Arbeitsplatz und die Kollegen kennenlernen. Der neue Mitarbeiter hat dadurch das Gefühl, schon vor Arbeitsantritt etwas vom Unternehmen zu erhalten und speichert dieses „Geschenk“ als Vertrauensvorschuss ab.

Einweisungsgespräch mit dem Vorgesetzten: das Einweisungsgespräch stellt nicht die letzte Instanz des Auswahlverfahrens dar, sondern knüpft in einem zusätzlichen Schritt daran an. Es wird zwischen der Unterschrift des Arbeitsvertrags und Arbeitsantritt durchgeführt. Nehmen Sie sich für dieses Gespräch genügend Zeit und lassen Sie eventuell auch Teammitglieder hinzukommen.

Einarbeitungsplan: Erarbeiten Sie gemeinsam mit dem neuen Teammitglied und dem Teamleader des bestehenden Teams einen Einarbeitungsplan, der allen Beteiligten zugänglich ist und in den Ideen, Wünsche und Vorschläge mit einfließen. So wird die Phase, die durch ein relativ hohes Stressaufkommen gekennzeichnet ist, übersichtlicher.

Der direkte Vorgesetzte: Bedenken Sie, dass der direkte Vorgesetzte eine Schlüsselrolle einnimmt. Er muss ein Augenmerk auf das fachliche und auch auf das soziale „Funktionieren“ haben und Maßnahmen im Kopf, was man tun kann, wenn das eine oder andere nicht reibungslos abläuft. Der direkte Vorgesetzte sollte demnach gute Kenntnisse in Gesprächsführung und Didaktik wie auch im Bezug auf Feedback und Motivation haben.

Vorbereitung des Arbeitplatzes: Achten Sie darauf, dass der Arbeitsplatz des neuen Mitarbeiters passend eingerichtet ist. Das zeigt dem Mitarbeiter, dass er willkommen ist und bietet ihm einen Rückzugsort an.

Maßnahmen bei Arbeitsantritt

Struktur gibt Halt. Das gilt für den neuen Mitarbeiter ebenso wir für Sie als Vorgesetzten oder Paten. So, wie Sie dem neuen Mitarbeiter einen Einarbeitungsplan an die Hand geben, sollten Sie eine derartige Checkliste für sich entwerfen. Folgende Punkte sollten enthalten sein:

Formalitäten

  • Kantinenöffnungszeiten
  • Betriebsbesichtigung
  • Hygieneeinrichtungen
  • Kopierraum
  • Papiernachschub
  • Telefon- und Faxbedienung
  • Liste der Ansprechpartner und Durchwahlen im Unternehmen

Einführung in die Arbeitsaufgabe

Vorstellung bei wichtigen Personen

So, jetzt ist der neue Mitarbeiter im Unternehmen. Und wie geht es dann weiter? Tipps für Maßnahmen nach dem Arbeitsbeginn erhalten Sie in Kürze.

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