Arbeitsschutz für Berufsanfänger

Azubi bei SchweißarbeitenIn einem guten Monat ist es soweit: die neuen Auszubildenden starten ihren Weg ins Berufsleben. Für sie ist am Anfang alles unbekannt und neu: Den ganzen Tag zur Arbeit gehen, die Kollegen, die Aufgaben, das Umfeld und besonders auch die Unfallrisiken im Arbeitsalltag. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Berufsanfänger ein erhöhtes Unfallrisiko tragen. Laut Aussagen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) liegt die Wahrscheinlichkeit, dass 18-  bis 24-Jährige am Arbeitsplatz einen Unfall erleiden, um mindestens 50 Prozent über der von anderen Altersgruppen. 

Den jüngeren Arbeitnehmern fehlt es an der nötigen Erfahrung und teilweise an der physischen und psychischen Reife. Sie sehen die möglichen Risiken nicht und sind mit den Arbeitsschutz-Maßnahmen nicht vertraut. Arbeitgeber bedenken dies oft nicht und übertragen den Auszubildenden Aufgaben, die für unerfahrene Mitarbeiter nicht geeignet sind.

Hier sind vor allem die Ausbilder gefragt, die „Neulinge“ über Gesundheitsschutz und Präventionsmaßnahmen zu informieren.

Über folgende Themen sollten die Auszubildenden Bescheid wissen:

  • Verwendung geeigneter Schutzmittel und Tragen von Schutzkleidung
  • Klärung, was im Notfall zu tun ist
  • Meldung aller Unfälle
  • Früh auf Anzeichen von Problemen achten
  • Ratschläge und Anweisungen befolgen
  • Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber in Arbeitsschutzbelangen und Einhaltung der Schutzvorschriften zur eigenen Sicherheit und zu der von Kollegen

Tipps hierzu gibt die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz.

Ein Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem gehört zu jedem Arbeitsplatz. Die Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet den Arbeitgeber, eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen und geeignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Für minderjährige Arbeitnehmer gelten zusätzlich besondere Rechtsbestimmungen zu Arbeitszeiten und Gefahrenexposition.

Aber nicht nur Unfälle belasten die Gesundheit der jungen Arbeitnehmer. Die häufigste Berufskrankheit bei Berufstätigen bis 25 Jahren sind Hautkrankheiten, die 90 Prozent der Erkrankungen bei dieser Altersgruppe ausmachen. Dabei handelt es sich meist um Handekzeme, also Entzündungen der Haut, die durch wiederholten Kontakt zu Wasser und Reinigungsmitteln entstehen. Für diesen Fall sollten die Auszubildenden den Hautschutzplan kennen, der erklärt, welche Hautmittel notwendig sind.

Weitere Informationen rund um den Arbeitsschutz finden Sie auf unserem Portal sifa-news.

Bildquelle: Karl-Heinz Laube, pixelio.de

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